Krankenkassenbeiträge senken

Versicherungspflicht, Befreiung, Hinzuverdienst, gesetzlich oder privat, usw.

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47265369170605245908
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Krankenkassenbeiträge senken

Beitragvon 47265369170605245908 » 24.02.2017, 17:52

Ich bin 35, seit 3 Jahren wieder Student und habe ein Problem mit meiner gesetzlichen Krankenversicherung.

Ich habe bislang ca. 170€ / Monat gezahlt, weil ich mit über 30 aufgrund der Altersdiskriminierung der Krankenkassen keinen Studentenkrankenkassentarif mehr bekomme.

Ich habe mich vor Jahren entschieden, mich selbstständig zu machen, die Einnahmen sind oft Null, doch ich gebe nicht auf.

Meine Haupteinnahmen kommen aus Vermietung und Verpachtung. Mein Brutto-Einkommen liegt bei ca. 1500€.

Doch jetzt sagt die KK, da ich selbstständig sei, müsse man den Tarif hochsetzen - natürlich ohne die Leistung anzupassen.

Nach ewigem Hin-, und Her haben sie anerkannt, daß die Selbstständigkeit nebenberuflich ist, doch das ändert am Tarif nichts, den setzen sie trotzdem auf ca. 320€ fest.

Das heißt, die halten sich am Begriff Selbstständiger fest, auch wenn mein Einkommen dort 0€ ist, um den Tarif hochzustufen.

Meine Frage ist, wer von euch ein ähnliches Problem hatte und wie er es gelöst hat, ohne doppelt so viel für gleiche Leistungen zu zahlen.

Czauderna
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Re: Krankenkassenbeiträge senken

Beitragvon Czauderna » 24.02.2017, 19:37

Hallo,
der Reihe nach - "Altersdiskriminierung" ist schon etwas starker Tobak. Bevor die Grenze mit 30 Jahren festgesetzt wurde, konnte sich quasi jeder, der studierte auch als Student versichern, war bei Pensionären und beispielsweise Berufsfußballern sehr beliebt und natürlich bei Selbständigen sowieso.
Nur soviel dazu.
Einstufung anpassen ohne Leistungsanpassung - das ist in diesem System gesetzlich so vorgegeben - das eine hat mit dem anderen (Krankengeld ausgenommen) nix zu tun.
Jetzt zu dem Teil, wo ich bei dir bin - entweder die Kasse erkennt auf hauptberuflich Selbständig, dann gilt eine höhere Mindestbeitragsbemessungsgrenze, die in diesem Jahr bei 2.231,25 € liegt, was ca. 450,00 € Beitrag (incl. Pflegeversicherung)
ausmacht, oder es liegt keine hauptberufliche Selbständigkeit vor, dann wären dies bei 1500,00 € mtl. ca. 270,00 € (je nach Kasse),
stellt sich die Frage, wie kommt die Kasse auf 320,00 € ?.
Da rate ich, die Kasse noch einmal explizit dazu befragen.
Noch einmal, der Beitrag hat nichts mit der Höhe der Leistung zu tun (Krankengeld ausgenommen).
Gruss
Czauderna

matteo
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Re: Krankenkassenbeiträge senken

Beitragvon matteo » 28.02.2017, 15:32

47265369170605245908 hat geschrieben:Meine Haupteinnahmen kommen aus Vermietung und Verpachtung. Mein Brutto-Einkommen liegt bei ca. 1500€.
Nach ewigem Hin-, und Her haben sie anerkannt, daß die Selbstständigkeit nebenberuflich ist, doch das ändert am Tarif nichts, den setzen sie trotzdem auf ca. 320€ fest.

Ist das denkbar, dass die KK das aus einem vorgelegten Einkommensteuerbescheid, oder einem angegebenem oder geschätztem Einkommen, berechnet hat? Z.B. so:
VuV-Einnahmen 1.500 x 12 = 18.000 Euro
Dazu 3.700 Euro aus der Selbständigigkeit, ergibt 21.700 Euro Jahreseinkommen gesamt.
Multipliziert mit GKV-Faktor 0,177 ergibt 3.840 Jahresbeitrag, womit wir bei den 320 Euro/Monat wären?

47265369170605245908
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Re: Krankenkassenbeiträge senken

Beitragvon 47265369170605245908 » 28.02.2017, 15:51

matteo hat geschrieben:
47265369170605245908 hat geschrieben:Meine Haupteinnahmen kommen aus Vermietung und Verpachtung. Mein Brutto-Einkommen liegt bei ca. 1500€.
Nach ewigem Hin-, und Her haben sie anerkannt, daß die Selbstständigkeit nebenberuflich ist, doch das ändert am Tarif nichts, den setzen sie trotzdem auf ca. 320€ fest.

Ist das denkbar, dass die KK das aus einem vorgelegten Einkommensteuerbescheid, oder einem angegebenem oder geschätztem Einkommen, berechnet hat? Z.B. so:
VuV-Einnahmen 1.500 x 12 = 18.000 Euro
Dazu 3.700 Euro aus der Selbständigigkeit, ergibt 21.700 Euro Jahreseinkommen gesamt.
Multipliziert mit GKV-Faktor 0,177 ergibt 3.840 Jahresbeitrag, womit wir bei den 320 Euro/Monat wären?

Korrektur:
Dazu 0 Euro aus der Selbstständigkeit, ergibt 18.000 Euro Gesamtbetrag der Einkünfte pro Jahr gesamt.
Multipliziert mit GKV-Faktor 0,177 ergibt 3.186 Jahresbeitrag, womit wir bei 265,50 E/Monat wären.

PS: Ich rede hier vom Endbetrag, also KKB + Pflegev.

matteo
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Re: Krankenkassenbeiträge senken

Beitragvon matteo » 28.02.2017, 20:08

47265369170605245908 hat geschrieben:PS: Ich rede hier vom Endbetrag, also KKB + Pflegev.

Sorry, ich hab den falschen Faktor angegeben:
Es muß x 0,185 heißen (15,7 + 2,55 + 0,25)
Nach meiner Rechnung ergeben sich somit 277,50 Euro Monatsbeitrag.
Meine Frage:
Wie errechnet die KK die 320 Euro aus dem 1. Posting?


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