Vom Krankengeld "ausgesteuert" - wie gehts weiter?

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TOM_M
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Vom Krankengeld "ausgesteuert" - wie gehts weiter?

Beitragvon TOM_M » 03.01.2019, 16:59

Hallo,

ich habe eine Frage zum Krankengeld bzw. zur Zeit "nach dem Krankengeld"!
Wenn jemand seine 78 Wochen Krankengeld "agefordert hat, bekommt man von der Krankenkasse
die "rote Karte" gezeigt und wird zum Arbeitsamt geschickt - was soll das eigentlich??

Kann mir jemand mal erklären wie sowas laufen soll??
KRANK - Arbeitsamt - usw.
Ich verstehe das nicht - krank bedeutet dass ich nicht arbeiten kann - aber nach 78 Wochen dann zum Arbeitsamt??
(... arbeitssuchend melden???)

Wo kann man dieses Procedere nachlesen oder habt Ihr eine vernünftige Erklärung??


DANKE
TOM

Czauderna
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Re: Vom Krankengeld "ausgesteuert" - wie gehts weiter?

Beitragvon Czauderna » 03.01.2019, 17:47

Hallo,
was du so schön die "rote Karte" nennst ist in Wirklichkeit eine gesetzliche Vorschrift - siehe dazu § 48 SGB V.
Warum dich deine Krankenkasse zum Arbeitsamt schickt, bzw. die dringend empfiehlt, dich da zu melden liegt daran, dass du doch von irgendwas leben musst - das Arbeitsamt prüft ob dir ALG-1 zusteht oder ob du evtl. ALG-2 beantragen solltest. Hast du allerdings selbst genug Finanzmittel, musst du dich natürlich nicht dort melden, bekommt dann auch keine Leistungen und musst wahrscheinlich deine Krankenversicherung künftig selbst zahlen.
Gruss
Czauderna

TOM_M
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Re: Vom Krankengeld "ausgesteuert" - wie gehts weiter?

Beitragvon TOM_M » 03.01.2019, 18:05

OK - grundsätzlich ja mal eine gute Sache!!
ABER,

..... nach fast 2 Jahren hat sich am gesundheitlichen Zustand fast nichts geändert
zumal sogar ein Job auf den "Kranken" wartet - Stelle wird frei gehalten (beim Amt)!
Rentenantrag stellen - wie macht man das??

Oder muss man einen anderen Weg gehen??


Danke
TOM

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Re: Vom Krankengeld "ausgesteuert" - wie gehts weiter?

Beitragvon Czauderna » 03.01.2019, 19:48

Hallo,
Rentenantrag direkt bei der Rentenversicherung - https://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Navigation/0_Home/home_node.html - du kannst auch deine Krankenkasse nach einem Rentenberater der Deutschen Rentenversicherung vor Ort fragen oder auch die Stadtverwaltung (Versicherungsamt). Auf jeden Fall solltest du dich beraten lassen ob bei dir tatsaechlich eine Erwerbsminderungsrente die beste Lösung ist - frag deinen Arzt und geh dann ggf. zur Rentenberatung - dort kannst du dann auch deinen Rentenantrag stellen. Das mit dem Rentenantrag geht auch während des ALG-1 Bezugs.
Gruss
Czauderna

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Re: Vom Krankengeld "ausgesteuert" - wie gehts weiter?

Beitragvon RHW » 03.01.2019, 20:54

hallo Tom,

der Weg zur Agentur für Arbeit ist auf jeden Fall sinnvoll. Es kann nach Eintritt der Krankengeldhöchstdauer auch bei Arbeitsunfähigkeit Arbeitslosengeld geben (wenn man entsprechende Beiträge eingezahlt hat). Das Arbeitslosengeld wird frühestens ab Tag der persönlichen Meldung bei der Agentur für Arbeit gezahlt.

Die Agentur für Arbeit prüft verschiedene Punkte:
- Anspruch auf Arbeitslosengeld
- Arbeitsfähigkeit für zumutbare Tätigkeiten (bisher bezog sich die Arbeitsunfähigkeit immer nur auf die zuletzt ausgeübte Tätigkeit; ab sofort sind alle zumutbaren Tätigkeit der Maßstab für Arbeitsunfähigkeit bzw. Arbeitsfähigkeit)
- ist eine Reha (medizinisch oder beruflich) oder ein Rentenantrag ggf. sinnvoll?

Von der Krankenkasse benötigt man einen Vordruck, für welchen Zeitraum aus dem Krankengeld Arbeitslosenversicherungsbeiträge gezahlt wurden:
https://con.arbeitsagentur.de/prod/apok ... 013228.pdf

Gruß
RHW

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Re: Vom Krankengeld "ausgesteuert" - wie gehts weiter?

Beitragvon TOM_M » 09.01.2020, 10:54

SO - nun ist sowohl das Krankengeld und die ALG1 Zahlungen eingestellt und der gesundheitliche Zustand hat sich nicht verändert!

Das Ganze hängt noch an einem schwebenden Verfahren, ob eine Versicherung für Folgeschäden aus einem Unfall eintreten muss
und von daher weiß man nicht, wie es nun weiterläuft.

Muss nun trotzdem ein Rentenantrag gestellt werden??

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Re: Vom Krankengeld "ausgesteuert" - wie gehts weiter?

Beitragvon Czauderna » 09.01.2020, 13:03

Hallo,
"müssen" - muss nicht sein, aber aufgrund der Tatsache, dass es nun schon so lange dauert, wäre eine Beantragung einer Erwerbsminderungsrente auf Zeit meiner Meinung nach sinnvoll. Lass dich dahingehend mal von deinen behandelnden Ärzten und von der Rentenversicherung beraten.
Wenn du allerdings finanziell auch ohne eine Rente über die Runden kommst, wie gesagt, müssen, musst du nicht.
Gruss
Czauderna

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Re: Vom Krankengeld "ausgesteuert" - wie gehts weiter?

Beitragvon TOM_M » 15.01.2020, 09:35

Irgendwie hänge ich fest und komme keinen Schritt weiter!!
Durch einen Arbeitswegeunfall habe ich von der Berufsgenossenschaft einen MdE bekommen und nun
muss ich meine "Renteverhandlung" mit der BG klären - sagt mir der Mensch von der Rentenberatung!!
Die BG selbst hält an ihren vergebenen MdE von 35 fest und will nicht einsehen, dass dies erhöht werden
muss da ich aktuell nicht arbeiten kann!
Die gegnerische Versicherung sagt, dass ich zu 65% arbeitfähig sei.

Wie kommt man aus dieser Spirale raus??

DANKE
TOM

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Re: Vom Krankengeld "ausgesteuert" - wie gehts weiter?

Beitragvon Czauderna » 15.01.2020, 10:26

Hallo,
das ist schlecht, leider kann ich dir hier wenig Hoffnung machen, denn jetzt geht es nicht mehr um Krankenkasse und Krankengeld, sondern um Berufsgenossenschaft, Rentenversicherung und Rente. Ich weiß jetzt nicht, ob wir dazu hier den oder die richtigen Experten/innen haben.
Gruss
Czauderna


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