FAMK - Freie Arzt- und Medizinkasse

Erfahrungsberichte, Beitragserhöhungen, Versicherungspflicht, gesetzlich oder privat, usw.

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AEW
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FAMK - Freie Arzt- und Medizinkasse

Beitragvon AEW » 08.09.2019, 09:55

Hallo, da man über die FAMK sehr wenig in Erfahrung bringen kann, die Außendarstellung des Vereins FAMK wenig tatsächlich relevant Informationen für Interessenten zur Verfügung stellt, möchte ich hier mal ein paar Rechercheergebnisse zur Verfügung stellen.

Ganz wichtig! Die FAMK ist KEIN privater Krankenversicherer, sondern eine private Kasse, im Prinzip ähnlich einer Ersatzkasse für Beihilfeberechtigte, weswegen auch ein Versicherungskärtchen obligatorisch ist, welches beim Arzt, wie die Karten der GKV eingelesen wird.

Die FAMK ist ein Verein, welcher ursprünglich Feuerwehrbediensteten der Stadt Frankfurt eine Krankenversicherung anbot. Mittlerweile wurde das Angebot für Mitglieder der meisten stattlichen Sicherheitsbehörden erweitert. Die FAMK ist eine private Kasse, aber keine private Krankenversicherung. Sie vergibt ihren Mitgliedern eine Krankenversicherten Karte zur Vorlage beim Arzt. Dies führt oftmals dazu, dass niedergelassene Ärzte über die Karte Behandlungen wie bei einer gesetzlichen Krankenkasse anbieten, obwohl sie über die Karte den 1,35 fachen Satz abrechnen könnten. Bei der ambulanten Nutzung der Kassenleistungen ist oftmals der einzige Vorteil, dass keine Budgetierung hinterlegt ist, was aber die meisten Ärzte nicht wissen, und das die Zuzahlung bei Rezepten für Mitglieder der FAMK aktuell entfällt. Bei einer privaten Krankenversicherung kann mit 2,3 bis 3,5 fachem Satz abgerechnet werden. Eine Aufwertung der Leistung durch Zusatztarif für den ambulanten Bereich ist nicht möglich. Somit kann es zu Wartezeiten, wie bei Mitgliedern der GKV (Gesetzliche Kranversicherer) beim Facharzt und Leistungen der GKV kommen. Für den stationären Bereich kann eine Zusatzversicherung, welche das Mitglied der FAMK einem Patienten der privaten Krankenversicherung annähernd gleichstellt, hinzugefügt werden. Da die FAMK ein Verein ist, sind die Versicherten Mitglieder und es gibt eine Mitgliedervertretung. Die Wahl wird vorher im Bundesanzeiger veröffentlicht. Damit Mitglieder davon Kenntnis erlangen, müssen sie den Bundesanzeiger lesen. Wenn Mitglieder nicht binnen 3 Wochen nach Ankündigung im Bundesanzeiger eigene Vorschläge zu Vertretern machen, wobei alle Vertreter benannt werden müssen, welche mindestes pro Vertreter 80 Unterschriften für sich sammeln müssen, dann wird die Mitgliedervertretung aus dem Vorschlag des Vorstandsvorsitzenden (aktuell Peter Frerichs, ehemals Polizeipräsident des Polizeipräsidiums Westhessen)gebildet. In der aktuellen Mitgliedervertretung, gemäß Vorschlag des Vorstandsvorsitzenden sitzen u.a. der ehemalige Vize Landespolizeipräident und der ehemalige Vize Leiter der Hessischen Wasserschutzpolizei. Nächste Wahlen dürfte die FAMK 2022 ankündigen.

Czauderna
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Re: FAMK - Freie Arzt- und Medizinkasse

Beitragvon Czauderna » 08.09.2019, 10:06

Hallo und willkommen im Forum,
dieser Beitrag liest sich eigentlich wie eine Werbung, jedenfalls für mich. Da es aber anscheinend nur für Angehörige von "stattlichen Sicherheitsbehörden" gilt, scheint es doch für 99,9% aller hier lesenden und schreibenden Userns nicht zu passen, deshalb lasse ich den Beitrag mal stehen.
Gruss
Czauderna

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Re: FAMK - Freie Arzt- und Medizinkasse

Beitragvon AEW » 08.09.2019, 13:44

Nein, es ist keine Werbung, denn dem Neukunden ist i.d.R. nicht klar, dass er KEINE private Krankenversicherung bekommt, sondern Mitglied in einer privaten Kasse wird.
Das ambulant lediglich 1,35 fach bezahlt wird, ist auch nicht so einfach zu erkennen.
Dass die Mitgliedervertretung eigentlich eine Farce ist, weil die Mitglieder tatsächlich von der Wahl nichts mitbegommen, die Wahlhürden sehr erschwert werden, und somit die Wunschmitglieder des Vorstandes, welche vermutlich nicht primär im Sinne der Mitglieder abstimmen dürften, als Mtgliedervertretung inthronisiert werden, kann keinesfalls eine Werbung sein, im Gegenteil, es benachteiligt die Mitglieder.
Somit dient dies als Information, denn der Verein FAMK ist mit der Kommunikation nicht zeitgemäß.

Danke, wo gucken mögliche Neukunden in Foren, wenn sie informationen benötigen vor einem Vertragsabschluss.
Deswegen kann diese Info für diesen Personenkreis interessant sein.
Zuletzt geändert von AEW am 08.09.2019, 15:02, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: FAMK - Freie Arzt- und Medizinkasse

Beitragvon Czauderna » 08.09.2019, 14:29

Hallo,
okay, vielen Dank für die Aufklärung - auch wenn es deiner Meinung nach keine private Krankenversicherung ist und somit hier deshalb nicht reingehört, ist es doch interessant davon zu erfahren.
Gruss
Czauderna

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Re: FAMK - Freie Arzt- und Medizinkasse

Beitragvon AEW » 08.09.2019, 15:05

Das ist genau das Problem, der Eindruck eine PKV gewählt zu haben, ist durchaus real, zumal der Anbieter die Abgrenzungen nicht deutlich herausstellt, somit merkt das Mitglied den Unterschied oftmals erst, wenn Kosten nicht übernommen werden oder er mit seiner Karte beim Arzt wie ein Versicherter der GKV behandelt wird. Die Beiträge entsprechen durchaus denen einer PKV, sodass es auch hier keine Hinweise gibt.
Früher warb die FAMK mit dem Slogan: "Wenn die Beihilfe leistet, leisten wir auch". Ist aktuell nicht mehr so, Beihilfe leistet, aber FAMK leistet nicht, nicht generell, aber in Bereichen.

Das ist nicht meine Meinung, es ist so. Die FAMK rechnet mittels Karte über KVS in Büdingen ab.
Das es einen sehr großen Unterschied zwischen einer privaten Kasse und einer tatsächlich privaten Krankenversicherung gibt, ist nicht immer bekannt.
Bei einer PKV ist man VN und kein Mitglied, da eine PKV kein Verein sein kann.

Link durch Moderator gelöscht, der war jetzt dann doch überflüssig

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Re: FAMK - Freie Arzt- und Medizinkasse

Beitragvon eastman » 11.09.2019, 16:26

Also - nach meiner Kenntnis ist die FAMK durchaus ein Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit (VVaG), der unter dem Dach der Inter Krankenversicherung für das Gebiet Hessens regional Krankenversicherung mit leistungsreduzierten Abrechnungssätzen bietet. Die Rechtsform VVaG dürften in der privaten Krankenversicherung doch immer noch die meisten Krankenversicherungen historisch bedingt haben. Damals konnte ich keine übermäßigen Beitragsvorteile erkennen, die gegenüber den Leistungseinschränkungen eine Bevorzugung dieses Versicherers rechtfertigen würden. Vielmehr wurde (damals) damit geworben, daß man die Abrechnung der gesamten Rechnung, also ink. der Beihilfe übernehmen würde. Diese Einsparung von Verwaltungsarbeiten mag viele Interessenten motiviert haben, dort Versicherungsschutz einzudecken. Da die FAMK sich in der Kommunikation mit Versicherungsmaklern extrem....hmmmm...eigenwillig anstellte, habe ich von weitergehenden Kontakten doch Abstand genommen. [-o<


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