PKV kündigen

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rt_boxer
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PKV kündigen

Beitragvon rt_boxer » 29.11.2017, 17:01

Hallo zusammen,

ich benötige Hilfe in folgenden Fall:

Ich habe eine PKV mit vorheriger Anwartschaft abgeschlossen, die PKV läuft jetzt seit 01.10.2016.

Wie ich festgestellt habe, wurden die Gesundheitsfragen (Vorvertragliche Anzeigepflicht) in der Anwartschaft (seit 2009) nicht richtig beantwortet, ja, das war mein Fehler.

Sollte ich jetzt eine Rechnung einreichen, wird mit Sicherheit festgestellt, das die Gesundheitsfragen nicht ordnungsgemäß beantwortet wurden. Es wird dann darauf hinauslaufen, das mir die PKV kündigt oder vom Vertrag zurücktritt. Der schlimmste Fall wäre natürlich, das ich ins Krankenhaus muss, dort wird eine Diagnose gestellt und die PKV verweigert die Leistung, da ich die Krankheit in den Gesundheitsfragen nicht angegeben habe.

Bis zum heutigen Tage, habe ich die PKV nicht beansprucht.

Ich will den Schaden noch einigermaßen gering halten und aus der Versicherung rauskommen, ja ich weiß auch, das ich dann aufgrund der Vorerkrankungen in den Basistarif wechseln muss, das will ich aber nicht bei der gleichen Versicherung oder soll ich doch ? Dort werden aber wieder Gesundheitsfragen gestellt, was ja eigentlich im Basistarif egal ist, aber ich habe da ein blödes Gefühl.

Nur zur Info, ich bin zu 70% Beihilfeberechtigt.

Sollte keine Beitragsanpassung kommen, kann ich erst zum 01.10.2018 bzw. 31.12.2018 aus der Versicherung raus oder aber, ich mache eine Selbstanzeige bzw. reiche einfach eine Rechnung ein und werde gekündigt.

Gibt es noch einen anderen Weg, wie ich möglichst schnell aus der Versicherung rauskomme ?

Gruß

rt_boxer

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Re: PKV kündigen

Beitragvon rt_boxer » 30.11.2017, 18:00

Keiner eine Idee?

Dipling
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Re: PKV kündigen

Beitragvon Dipling » 01.12.2017, 10:14

Die Möglichkeiten sind schon selbst genannt. D.h. Sonderkündigungsrecht im Falle einer Beitragserhöhung. Eine Versicherungspflicht in der GKV (verbunden mit einem Sonderkündigungsrecht) wird als Beihilfeberechtigter kaum eintreten. Ansonsten bleibt die reguläre Kündigung zum Ende eines Versicherungsjahres - was lange dauern kann und trotz Beitragszahlung mit dem Risiko verbunden ist, dass die PKV im Ernstfall nicht zahlt.

Die Karten auf den Tisch zu legen ist eine Option. Tritt die PKV tatsächlich vom Vertrag zurück, bliebe der Basistarif bei einer anderen PKV.

Aber bei weitem nicht alle Falschangaben führen zu einem Rücktritts- oder Kündigungsrecht der PKV. Je nach verschwiegener Vorerkrankung wäre auch ein rückwirkender Risikozuschlag bei Fortführung des Vertrages denkbar.

Zu prüfen wären außerdem Verjährungsfristen für falsche oder fehlende Angaben. Im Falle von Arglist oder Vorsatz betragen diese 10 Jahre, ansonsten z.B. bei fahrlässig falschen Angaben 3 Jahre. Nach Ablauf dieser Fristen erlischt das Rücktritts- bzw. Kündigungsrecht der PKV.


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