Problem, wie verhalten.

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alkri
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Problem, wie verhalten.

Beitragvon alkri » 21.12.2017, 12:49

Hallo

unser (minderjähriger) Sohn macht seit fünf Monaten eine Ausbildung im mittleren Dienst und hat sich privat bei der Debeka versichert. Wir sind verunsichert ob wir für ihn die gesundheitlichen Fragen richtig beantwortet haben

Es wurde nach ambulanten Behandlungen in den letzten drei Jahren gefragt, sowie stationären Behandlungen in fünf Jahren. Letzteres ist kein Problem, er war ausser als Säugling nicht in einer Klinik.

Die ambulante Geschichte kann man nie 100prozentig beantworten, sicher war er das eine oder andere Mal beim Arzt, hauptsächlich wegen Erkältungen usw. Jedenfalls in den angefragten drei Jahren.

Wir hatten sicherheitshalber auch mal einen Diagnoseverlauf der GKV angefordert, dort stand für die drei/fünf Jahre so gut wie nichts drin


Nun kommt aber das Problem:

Unser Sohn hatte vor einigen Jahren (ca. 2010 bis 2013) eher erfolglos ein Gymnasium besucht, schnell ging es in die Richtung ADS (ohne H), Diagnose gestellt, Ritalin bekommen (was gegen die Schulprobleme nicht half), ambulante Gespräche beim Jugendtheraupheuten (die er nach ca drei Terminen abgebrochen hat, er konnte damit nichts anfangen (ca 2011).

Vor vier Jahren haben wir ihn vom Gymnasium runter genommen und auf eine Realschule geschickt welche er recht erfolgreich diesen Sommer abgeschlossen hat (ohne Therapien, Ritalin, ect).

Diese Sachen haben wir nicht angegeben da A ausserhalb des drei Jahres Zeitraums und B als medizinische Laien gingen wird davon aus dass es sich "verwachsen" hat bzw er eher auf dem Gymnasium überfordert war als psychisch krank.


Leider läuft die Ausbildung nicht wie erhofft. Die ersten beiden Ämter haben extrem schlecht benotet und unter Bemerkungen Unkonzentriertheit, schlechte Merkfähigkeit attestiert so dass er zu einer internen Sozialarbeiterin musste, mit ihr über die Situation gesprochen hat und diese ihn an seinen alten Psychiater verwiesen hat damit er eine "Neurofeedbacktherapie" verschreibt.

Gesagt, getan unser Sohn war da, bekam sein Attest, dazu Tabletten (Strattera - Ritalin will er nicht da er meinte sie hätten ihn nie geholfen sondern zogen ihn runter (den Eindruck hatten wir damals auch)).


Die letzten Tage hatten wir genutzt um:

Den Hausarzt anzufragen was so in der Akte steht

Den Psychiater ebenso.


Beim Hausarzt ist nichts spektakuläres.

Bei Psychiater ist es leider anders. Unserem Sohn ging es vor einem Jahr mal nicht so gut, er hat sich mal einen Termin beim Psychiater geholt und ein Päckchen Venlafaxin bekommen, wir hatten das zuerst als Eltern überhaupt so nicht mitbekommten. Er hat eine Woche was genommen und die Pillen wieder weg gelassen. Er war auch nicht arbeitsunfähig, sprich immer in der Schule.

Nun steht bei ihm in der Akte für 2016: ADS und Depression. Bei der alten Krankenkasse steht das nicht.


Wir sind als Eltern jetzt komplett verunsichert was zu tun ist, tendieren dazu die jetzt anfallenden Kosten selbst zu zahlen, was aber nicht ewig gehen würde. Ist das sinnvoll?

Falls wir die Sachen einreichen, was kann die Debeka tun, was ist wahrscheinlich?

Uns schweben vier Szenarien vor, was ist realistisch?

A: Wir haben alles richtig gemacht, die Debeka zahlt anstandslos

B: Es wird rückwirkend ein Risikozuschlag erhoben

C: Leistung wird verweigert, Leistungsausschluss

D: Vertrag wird rückwirkend angefochten


Mit A und B wären wir ja super zufrieden, aber irgendwie glauben wir nicht daran.

Sollen wir den Versicherungsberater ins Boot holen?

Sollen wir alles was mit Psycho zu tun hat selbst zahlen?

Haben wir überhaupt Anzeigepflichten verletzt, die GKV hat uns keine Diagnosen mitgeteilt, was müssen wir als Laien denn so überhaupt wissen?

Falls der Junge aus der Versicherung fliegt, weiss vielleicht jemand ob er sich rückwirkend wieder GKV-Versichern kann?

Falls er in den Basistarif muss, kostet dieser wirklich ca. 700€ im Monat? Dann kann er die Ausbildung sofort abbrechen, wäre billiger, das kann auch irgendwie nicht Sinne der Sache sein.

Ich hoffe mir kann jemand einen Rat geben wie wir uns verhalten sollen.

Danke!

yuser
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Re: Problem, wie verhalten.

Beitragvon yuser » 21.12.2017, 17:42

Hallo,

ich werde es nie verstehen wie man Hinterher immer drauf kommt und argumentiert mit medizinischer Laie, Unkenntnis etc. obwohl es hier ja jetzt auch möglich war alles hinzuschreiben und sogar die Konsequenzen detailliert benannt werden konnten. Bei der Debeka gibt es doch zeitlich offen formulierte Fragen, ich glaub zumindest eine. Und dort wäre das anzuzeigen gewesen. Was die Debeka daraus gemacht hätte kann nur die Gesellschaft beantworten - die Risikoprüfer. Wenn er beim Psychiater war und das nicht angegeben wurde (2016), dann ist das definitiv eine Verletzung der vorvertraglichen Anzeigepflicht. Das liegt ja sogar noch im Abfragezeitraum.

Ich würde mir schleunigst mal einen Experten ins Boot holen denn da sehe ich nicht mehr so positiv auf die Sache weil es meiner Meinung nach recht eindeutig ist dass Falschangaben gemacht wurden.


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