Private KV mit 30 Prozent Risikobeitrag

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BananaJoe
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Private KV mit 30 Prozent Risikobeitrag

Beitragvon BananaJoe » 19.10.2018, 12:12

Hallo liebe Forengemeinde,

da ich noch kein Insiderwissen um das Thema private krankenversicherung besitze, wollte ich vor Vertragsabschluss euer Wissen über die private KV beanspruchen. Ich hoffe Ihr könnt mir weiterhelfen und schüttet mich mit Informationen und Erfahrungen zu [-o<
Ersmal zu meiner Person:
- 30. Jahre alt / Beamter a.L. im gehobener Dienst/ledig / 50 % Beihilfe
- natürlich ist die Familienplanung noch nicht abgeschlossen ;)
- derzeit noch in der freiwillig-gesetzlichen KV (Beitrag um die 500 Glocken)
- ich besitze einen GdB von 30 (wegen Hüfte-und Fußfehlstellung) der mich aber keineswegs in irgendeiner Weise einschränkt (ich betreibe fast jeglichen Sport). In Behandlung war ich deswegen noch nie, da ich davon nix merke bzw. keine Schmerzen habe.

Ich habe vor einigen Wochen bei der DEBEKA die Private Krankenversicherung beantrag, da mir die Beiträge der freiwilligen KV natürlich auf Dauer zu hoch sind. Ich habe zwar vorher einen unabhängigen Makler (kostenfreie Beratung) kontaktiert, ich hatte jedoch den Eindruck das er mich zu einer anderen priv. KV "drücken" wollte (wahrscheinlich wegen höherer Provision???), sodass ich diesem nicht weiter gefolgt bin. Leider finde ich keinen Makler der auf Honorarbasis berät und sich mehr auf die Interessen des Klienten konzentriert. Ich habe deshalb auf die Erfahrungswerte von Kollegen und Familie vertraut und bin ein wenig auf die DEBEKA eingeschossen.

Angeboten wurde vom Makler der DEBEKA der Tarif B30, B20K, WL30, WL20K, BC (monatlich 262,00 €). Nachdem alle Gesundheitsfragen ordnungsgemäß beantwortet wurden, konnte mir die DEBEKA den Tarif lediglich mit einem Risikobeitrag/ Zusatzbeitrag in Höhe von 30 Prozent anbieten. Der monatliche Beitrag würde nun 333,00 € betragen. Da ich schon öfters gelesen habe, dass man lieber vollständig gesund sein sollte wenn man sich priv. krankenversichert, bin ich etwas unsicher ob ich den Vertrag abschließen soll.

Jetzt zu meinen Fragen :
Was habt für Erfahrungen mit der DEBEKA? sollte ich evtl. doch noch zu einer anderen KV gehen oder doch in der Freiwilligen bleiben?
Ist ein Vertragsabschluss mit einem Risikobeitrag sinnvoll auch im hinblick auf die zukünftige Beitragsentwicklung? (bei den Beitragserhöhungen steigt nicht nur der Normaltarif, sondern der Risikozuschlag erhöht sich ja entsprechend mit) Was habt Ihr für Erfahrungen mit dem Risikobeitrag?

Fragen über Fragen ????
Ich bin gespannt auf euere Meinungen und Erfahrungswerte

yuser
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Re: Private KV mit 30 Prozent Risikobeitrag

Beitragvon yuser » 20.10.2018, 08:35

Guten Morgen,

zuerst einmal: es gibt Versicherungsberater, die auf Honorarbasis beraten. Das sind keine Makler, die bekommen auch keine Provision sondern ein Honorar und zwar von Dir.

Mit einem GDB von 30 % hast Du meiner Meinung nach Glück, dass die Debeka Dir den Beihilfeergänzungstarif BC (also nicht nur den BG) anbietet. Du kennst sicher die Öffnungsaktion, die bei teilnehmenden Versicherungen den Risikozuschlag auf 30 deckelt... aber damit hast Du noch lange keinen Anpsurch auf einen Behilfeergänzungstarif BC (um bei der Debeka zu bleiben). Im schlechtesten Fall hätte die Debeka abgelehnt und Du wärst nur über besagte Aktion mit Max 30% RZ aber ggf. ohne BC versichert worden. Sofern überhaupt Zugang über die Öffnungsaktion besteht.

Jede Versicherung schätzt das Risiko anders ein aber bevor Du obige Chance wegwirfst und nachher nur schlechteres bekommt würde ich mich mal dringend evtl. bei einem qualifizierten Versicherungsberater kundig machen was für dich überhaupt alternativ möglich ist. Wenn Du bereits auf Lebenszeit verbeamtet bist hast du evtl. gar kein Anspruch mehr auf die Öffnungsaktion. Einlesen!

Nach meinem Gefühl (nur Du weißt was Dir wichtig ist und was Du an Leistungen brauchst oder auch selbst bezahlen könntest) hast Du bei der Debeka ein vernünftiges Angebot mit deren umfassenden Tarifen erhalten, was sich durch die Versicherbarkeit im BC anstatt BG so darstellt.. Es wird Dir nichts bringen wenn hier jemand sagt: schau dir noch die Barmenia, die Universa, die ARAG an... das muss qualifiziert ablaufen... ich aus meinem Gefühl heraus (subjektive) hab Dir meine Meinung mitgeteilt. Ich bin aber weder Makler noch Versicherungsberater... das gehört in professionelle Hände...

BananaJoe
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Re: Private KV mit 30 Prozent Risikobeitrag

Beitragvon BananaJoe » 21.10.2018, 10:48

Vielen Dank Yuser für deine Meinung!

Hat denn niemand Erfahrung mit der Beitragsentwicklung bei KV mit zusätzlichen Risikobeitrag ? Bei zu hohem/schnellem Beitragsanstieg wäre es vielleicht sinnvoller in der Freiwilligen zu bleiben oder?

Außenstehender
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Re: Private KV mit 30 Prozent Risikobeitrag

Beitragvon Außenstehender » 22.10.2018, 11:08

Bezüglich der Entwicklung des Risikozuschlags ist es doch eigentlich nur wichtig, zu wissen, ob die Höhe dieses Zuschlags von 30% des tariflichen Beitrags ein für allemal vertraglich festgelegt ist. Wenn ja, dann läuft seine Entwicklung immer mit dem Tarifbeitrag mit, beim Tarifbeitrag darf keine Rücksicht auf den individuellen Gesundheitszustand genommen werden, der müßte bei Ihnen immer genauso hoch wie bei allen anderen mit demselben Einstiegsalter und derselben Tarifwahl sein. In diesem Fall würde also der Risikobeitrag keine zusätzliche Unkalkulierbarkeit mit sich bringen.

BananaJoe
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Re: Private KV mit 30 Prozent Risikobeitrag

Beitragvon BananaJoe » 23.10.2018, 15:38

Das ist ja alles gut und schön, aber meine Sorge ist halt, dass ich durch die Beitragsanpassungen der privaten KV und durch die zusätzliche Belastung durch den Risikobeitrag, nachher mit horrenden Beitägen da stehe, die mir dann mehr wehtun als die Beiträge der freiwilligen KV.

Als gesunder, junger Versicherungsnehmer der privaten KV kannst du ja in den jungen Jahren den eingesparten Betrag (gegenüber der freiwilligen KV) fürs Alter ansparen. Das kann ich ja nun in dem Maaße durch den Risikobeitrag nicht, oder nicht lange genug, denn wie schon oben erwähnt ...bei den Beitragserhöhungen steigt nicht nur der Normaltarif, sondern der Risikozuschlag erhöht sich ja entsprechend mit...

Ein Erfahrungsbericht von einem Beamten der ebenfalls schon länger den Risikobeitrag tragen muss und die Entwicklung schon etwas kennt wäre hier hilfreich....

yuser
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Re: Private KV mit 30 Prozent Risikobeitrag

Beitragvon yuser » 23.10.2018, 20:31

Erfahrungen aus der Vergangenheit helfen Dir da so gut wie nichts. Die Betragsentwicklung der Vergangenheit lässt keine wirkliche Prognose für die Beitragsentwicklung in der Zukunft zu. Und was Person X vor Jahren hat oder nicht hat... bringt dir nix...

Diese Entscheidung kannst nur Du treffen. Ich meine mit der Beihilfe ist es ja nicht derart gravierend wie mit einem 100 % Vollkostentarif.
Berücksichtigen solltest Du auch die Leistungsseite. Reicht dir die freiwillige KV ohne irgendwelche Zusatzversicherungen aus? Sonst vergleichst Du meiner Meinung nach Äpfel mit Birnen. Das Leistungspaket der Debeka mit den genannten Tarifen kannst Du nicht wirklich mit der "nackten" GKV vergleichen. Lässt dein Gesundheitszustand den Abschluss diverser Zusatzversicherungen überhaupt zu?

Mir persönlich wäre es das Wert... aber wie gesagt, nur Du kannst für dich entscheiden was Dir auf der Leistungsseite wichtig ist und was Du dafür bereit bist zu bezahlen... Bei einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes ist die Tür dann ganz schnell ganz zu...

BananaJoe
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Re: Private KV mit 30 Prozent Risikobeitrag

Beitragvon BananaJoe » 23.10.2018, 22:30

Da hast du natürlich Recht yuser! für eine bessere Gesundheitsversorgung mehr Geld hinzulegen ist für mich auch hinnehmbar und sinnvoll. Ich möchte halt nur nicht im Alter von 40 oder 50+ mit Beträgen in Höhe von 800 € oder mehr dastehen und sagen " ach hätt ich mal, ach wär ich doch".

Und so ganz verliere ich auch nicht die Hoffnung, dass das Hamburger Model (Zuschuss zur GKV für Beamte) in Deutschland die Runde macht...


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