2 Krankenversicherungen gleichzeitig ( GKV und PKV )

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Shila
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2 Krankenversicherungen gleichzeitig ( GKV und PKV )

Beitragvon Shila » 21.02.2015, 20:07

Liebe Leser und liebe Leserinnen,

habe ein Problem bzw. mein Sohn 23, dem ich gerne helfen möchte.
Zum Sachverhalt:
Als mein Sohn 23 Jahre, sich entschloss ein Kleinunternehmen zu gründen, wurde er darauf hingewiesen das er als Selbstständiger eine private Krankenversicherung
haben muss. Ende August schloss er bei Herrn M. Versicherungsmakler aus Köln eine private Krankenversicherung ab, mit dem Hinweis dass er zu diesem Zeitpunkt bei der IKK Rheinland noch gesetzlich krankenversichert ist. Herr M. sah da kein Problem, mein Sohn bräuchte sich um nichts zu kümmern, er als Versicherungsmakler würde sich um die Kündigung der bestehenden gesetzlichen Krankenversicherung kümmern, er solle nur den Vertrag unterzeichnen, was er auch darauf tat.
Da er mittlerweile von beiden Krankenversicherungen Beiträge abgehalten bekommt,
stellte sich heraus das der Versicherungsmakler aus Köln nie die gesetzliche Krankenversicherung meines Sohnes bei der Ikk gekündigt hat.
So erfuhren wir auch, das es gesetzlich nicht erlaubt ist 2 Krankenversicherungen gleichzeitig zu haben, da der Vertrag bei der IKK Rheinland immer noch besteht, das hätte Herr M. wissen müssen. Somit bat mein Sohn diesen Versicherungsmakler Herr M. den Vertrag der abgeschlossenen privaten Krankenversicherung zu stornieren.
Stattdessen erhielten wir ein Schreiben mit der Aufforderung 652,74 Euro zu zahlen,
andernfalls würde der Vertrag weiterhin unverändert fortbestehen. Der nächstmögliche Beendigungstermin wäre sodann der 31.12.2015.

Wer kann mir hier weiter helfen, und gibt es einen Paragraphen den ich einsetzen könnte? Würde mich freuen, wenn es jemand gibt der mich unterstützt.
LG Shila

Rossi
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Beitragvon Rossi » 24.02.2015, 12:35

Nun ja, es ist nicht gesetzlich verboten, privat und gleichzeitig gesetzlich versichert zu sein.

Der Versicherungsmakler hat gem. §§ 60 und 61 Versicherungsvertragsgesetz (VVG) bestimmte Pflichten hinischtlich der Beratung.

Verletzt er diese Pflichten, so kann sich unter Umständen hieraus gem. § 63 VVG ein Schadensersatzanspruch des Versicherungsnehmers ergeben.

Dort würde ich ansetzen und den Makler damit konfrontrieren.

Der Versicherungsmakler hat gem. § 62 VVG die Pflicht das Beratungsgespräch zu dokumentieren. Was steht denn dort drinne?!


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