Wechsel in GKV bei veraltetem PKV Tarif und Vorerkrankungen

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docacula
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Wechsel in GKV bei veraltetem PKV Tarif und Vorerkrankungen

Beitragvon docacula » 18.01.2016, 12:14

Hallo Allerseits,

ich hab ein kleines Problem zu dem ich vor allem eure (subjektive) Meinung hören möchte. Vielen Dank schon mal vorab, da ich auch bislang im Forum viel gelernt habe, alleine durch das Mitlesen.

Ich bin derzeit vor der Entscheidung zurück in die GKV zu wechseln, nachdem ich aktuell seit ca. 4 J bei der Allianz im Tarif 2810 versichert bin. Ich bin Arzt in einem befristeten Vertrag, der demnächst ausläuft. Zu mir zu sagen gibt es, dass ich bereits als Kind bei der Vereinten und jetzt aktuell 34 J. alt bin. Soweit ich weiss stammt der Vertrag noch aus den Bisex Zeiten und scheint mir nicht mehr zeitgemäß, war damals aber eine Möglichkeit ohne erneute Gesundheitsprüfung den Vertrag weiterlaufen zu lassen.
Leider muss man zu mir sagen, dass man während des Studiums eine chronische Erkrankung bei mir festgestellt hat, die mich im Alltag nicht behindert und ich auch keine Medikamente nehmen muss. Es gibt halt nur das Risiko, dass ich im weiteren Verlauf meines Lebens für gewisse Erkrankungen empfänglicher bin.
Ich habe festgestellt, dass ich im Rahmen von Vorsorgeuntersuchugen (die keine Auffälligkeiten ergeben habe) deutlich zur Kasse gebeten wurde, da oftmals der 3,5x ambulante GOÄ Satz berechnete wurde, der entsprechend des Tarifs nur bis 2,3 (laut Vertrag sog. Regelsatz) gedeckt ist. Vielleicht habe ich damals tatsächlich den Vertrag zu blauäugig abgeschlossen und mich mit einem Regelsatz zufriedengegeben, aber anscheinend scheint es mittelweile Gang und Gäbe zu sein oft auch 3,5x zu berechnet (auch bei einem ärztlichen Kollegen).

Vor dem Hintergrund habe ich noch mal die genauen Vertragsunterlagen durchgeschaut und über meine Zukunft nachgedacht. Ich würde gerne im Verlauf eine Familie gründen, wo ich der Hauptverdiener sein werde. Meine zukünftige Frau erwägt ggf. auch Hausfrau zu bleiben und nicht mehr zu arbeiten. Ich zahle aktuell ca. 450 Euro für die PKV, würde in der GKV sicher mehr zahlen, dafür wäre Frau und evtl. Kinder auch mitversichert. Bei der PKV wäre auch Zahn und ähnliches abgedeckt.

Würdet Ihr in meiner Situtation in die GKV wechseln (wäre meine Wahl) oder ggf. einen Tarifwechsel mit Gesundheitsprüfung und Risikozuschlag wählen. Vielleicht habe in der Überlegung auch andere entscheidene Dinge vergessen und wäre dankbar für ein kurzes Feedback. Danke

Czauderna
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Re: Wechsel in GKV bei veraltetem PKV Tarif und Vorerkrankungen

Beitragvon Czauderna » 18.01.2016, 13:52

Hallo,
so, wie geschildert und aus der Sicht eines GKV-Mitarbeiters kann ich nur sagen - wenn Wechsel in die GKV möglich, dann ja und sofort - allein schon im Hinblick auf die weitere Lebensplanung - Ehefrau und Kinder in der Familienversicherung und das zum 0-Tarif, dazu eine "passende" Kasse, da muss sich die PKV schon anstrengen um da, nicht nur im finanziellen Bereich mithalten zu können. Diese Sicht wird nun nicht jeder PKV-Vertreter teilen, aber das liegt in der Natur der Sache. Nur mal eine grobe Einschätzung - wenn Du in der PKV verbleibst und sich Ehefrau und 2 Kinder in der GKV selbstversichern müssten, dann reden wir heute von mtl. ca. 550,00 € mtl. an Beiträgen für diese drei Familienmitglieder.
Was die Leistungen betrifft - auch da denke ich, dass, gerade was junge Familien betrifft die GKV-Kassen die Nase vorne haben.
Gruss
Czauderna

docacula
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Re: Wechsel in GKV bei veraltetem PKV Tarif und Vorerkrankungen

Beitragvon docacula » 20.01.2016, 08:42

Vielen Dank Czauderna für deine Einschätzung. Ich habe mir die Sachen auch so ähnlich überlegt. Habe mir es mal ausgerechnet: für einen Angestellten trotz freiwilliger GKV Versicherung ist es finanziell gar nicht so viel schlecht, vor allem wenn man bedenkt, dass man bei der PKV später nicht ohne weiteres raus kann. Ich denke, dann werde ich mich noch über eine ordentliche Zahnversicherung kümmern und das Thema für mich zu den Akten legen.


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