Krankenzusatzversicherung abschließen nach Krebserkrankung?

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Krankenzusatzversicherung abschließen nach Krebserkrankung?

Beitragvon bright_side » 08.07.2010, 13:14

Meine Frau hatte vor knapp zwei Jahren einen gutartigen Gerhirntumor (Meningeom WHO 1) und ist nach erfolgreicher OP völlig genesen. Sie würde gerne eine private Krankenzusatzversicherung abschließen, aber wir sind unsicher ob irgendein Versicherer sie unter solchen Umständen überhaupt noch versichert? Ein gutartiger Gehirntumor ist nach diesem Zeitraum eigentlich kaum noch eine Bedrohung für die Gesundheit, aber wir wissen wie empfindlich Versicherer auf Krebserkrankungen reagieren und möchten auch nicht einfach irgendwo anfragen, weil wir befürchten, dass sie auf eine "scharze Liste" kommt und nie wieder irgendeine Chance erhält versichert zu werden. Ich habe auch mal gehört, dass es die Möglichkeit geben soll eine anonyme Voranfrage zu machen? Weiß jemand Rat?

Knackwurst
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Re: Krankenzusatzversicherung abschließen nach Krebserkranku

Beitragvon Knackwurst » 08.07.2010, 13:25

bright_side hat geschrieben:Meine Frau hatte vor knapp zwei Jahren einen gutartigen Gerhirntumor...


Ich bin kein Mediziner, meine jedoch, dass ein gutartiger Tumor kein Krebs ist. Dann könnte nach Ablauf des vom Versicherer abgefragten Zeitraums (i.d.R. 5-10 Jahre) die Frage nach Behandlungen korrekt verneint werden.

Entscheidend wird dann sein, wann die letzte ambulante Behandlung erfolgte.

Es ist in diesem Fall m.E. unbedingt nötig, die Risikofragen unter Beratung eines kompententen Beraters zu beantworten.

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Re: Krankenzusatzversicherung abschließen nach Krebserkranku

Beitragvon bright_side » 08.07.2010, 17:42

Knackwurst hat geschrieben:
bright_side hat geschrieben:Meine Frau hatte vor knapp zwei Jahren einen gutartigen Gerhirntumor...


Es ist in diesem Fall m.E. unbedingt nötig, die Risikofragen unter Beratung eines kompententen Beraters zu beantworten.


Wer könnte denn ein kompetenter Berater sein? Den Herrn von der Versicherung kann ich kaum fragen. Wo finde ich denn einen unabhängigen sachkundigen Versicherungsmakler, der nicht schon beim erwähnen des Wortes "Tumor" sofort den Hörer auflegt?

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Re: Krankenzusatzversicherung abschließen nach Krebserkranku

Beitragvon Knackwurst » 08.07.2010, 20:37

aus persönlicher Erfahrung weiß ich dass nicht jeder Tumor ein Krebs ist. Daher (wie gesagt) muss das Thema nicht zwingend ein Ausschlußkriterium sein.

Ein guter Versicherungsmakler oder Honorarberater kann Ihnen weiterhelfen. Er sollte die nötigen Kontakte haben.

Konkrete Empfehlungen sind hier leider nicht erlaubt. Ich sende Ihnen meine persönliche Meinung per PN.

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Beitragvon DKV-Service-Center » 09.07.2010, 10:31

Hallo bright_side
die jenigen welche den Hörer auflegen, zähle ich zu den Guten. Für eine anonyme Voranfrage wären ärztliche Unterlagen erforderlich. Sie heißen dann Max Mustermann geben Ihren Arzt an und von dort werden denn die Unterlagen für Max Mustermann angefordert :-)

Also entweder es ist wirklich alles so harmlos wie dargestellt, dann würde dieses auch so von den Ärzten bescheinigt werden. Wie von Knackwurst jedoch schon erwähnt bin ich mir sicher das Kontrolluntersuchungen notwendig sind und das führt in der Regel zu Erschwerungen bei der Antragsaufnahme.
Gruß

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Kein Problem

Beitragvon Mann44DN » 10.03.2012, 19:09

Wenn Sie gesetzliches Mitglied z. B. der AOK Rheinland / Hamburg sind, dann können Sie ohne Gesundheitsfragen eine Zusatzversicherung, z. B. für Ein- oder Zweibettzimmer abschließen.
Die Privaten brauchen Sie da nicht.

GS
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Zwar andere Kasse und anderer Tarif,

Beitragvon GS » 10.03.2012, 22:32

http://www.wolnitza.de/blog/179-techniker-krankenkasse-schliesst-wahltarif-versicherte-machtlos

aber wer versichert sein möchte, und das auf Dauer, sollte sich auf so ein Kassengestell nicht einlassen.

Klappt es zusammen - wie es im Linkfall nicht einmal eine der beiden größten Kassen verhindern konnte oder wollte - stehen die Beitragszahler unter der Traufe.

Ok, wer beizeiten "vergessen" hat, eine verlässliche private Zusatzversicherung abzuschließen, kann es ja damit probieren. Aber immer mit dem Risiko, dass plötzlich alles vergeblich war, wenn auch nicht umsonst ...

Wer aber die Chance hat, die Gesundheitsfragen zu überstehen, müsste schon mit dem Löffel balbiert sein, sie umgehen zu wollen, sei es aus Bequemlichkeit, aus Datenpreisgabephobie oder meintetwegen auch aus Prinzip ...-nö-

Gruß von
Gerhard


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