Wechsel-Situation bei Krankenzusatz und Zahn

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derF
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Wechsel-Situation bei Krankenzusatz und Zahn

Beitragvon derF » 05.03.2018, 12:55

Situation:
Mein Bruder war jung und naiv, bzw. dumm und naiv und hat einfach mal eben eine ganze Sammlung an Versicherungen bei der PKV abgeschlossen, bei der er zuvor lange Jahre privat über unsere Mutter versichert war. Er ist in GKV-versichert und wollte eigentlich Zusatzversicherungen (Krankenhaus inkl. Chefarzt und 1-Zimmer, Zahnzusatz inkl. Zahnersatz). Vor einem hat er diese Versicherungen und kleine Anwartschaften auf die PKV und die private Pflege und eine Auslandsversicherung bei eben jener PKV abgeschlossen. Verglichen hat er nichts. Geprüft hat er die Tarife auch nicht. Soweit. So gut. Oder auch nicht gut.

Ich will ihm nun helfen, dies zu entzerren. Vorteil: Er ist gesund und munter

Ich würde nun gerne seine Zusatzversicherungen bei den bestmöglichen Versicherungen abschließen. Dazu habe ich folgende Fragen:

1. Ist es sinnvoll, dies nun schon zu beantragen oder erst zum Ende der Mindestlaufzeit seiner aktuellen Versicherung (ggf. würde er ja doppelt zahlen).
2. Ist es sinnvoll, die Krankenzusatz und die Zahnzusatz bei verschiedenen Gesellschaften zu beziehen oder erhält man einen relevanten Bonus, wenn man beide bei der selben PKV kauft?
3. Sollte er die bisherige Zusatzversicherung erst nach Zusage kündigen?
4. Welche Rolle spielen dabei Wartezeiten?

Ob mein Bruder jemals in die Private Vollversicherung wechseln wird, ist angesichts der Beitragsfrage und der politischen Frage, wie es damit weiter geht, eher offen. Dennoch könnte es sinnvoll sein, auch die Anwartschaft zu einer anderen Versicherung umzuziehen, die bei der PKV gut abschneidet. Wie schließt man die isoliert von anderen Versicherungen ab?

Vielen Dank im Voraus.

GS
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Re: Wechsel-Situation bei Krankenzusatz und Zahn

Beitragvon GS » 20.03.2018, 01:01

Hallo derF
Situation:
Mein Bruder war jung und naiv, bzw. dumm und naiv und hat einfach mal eben eine ganze Sammlung an Versicherungen bei der PKV abgeschlossen, bei der er zuvor lange Jahre privat über unsere Mutter versichert war.

Jung ist er sicher und vielleicht auch naiv, aber zu den Dümmsten gehört er wohl nicht. Immerhin scheint er sich die Rechte gesichert zu haben, die ihm aus dem Vertrag, den Eure Mutter für ihn abgeschlossen hatte, zugestanden haben. Dabei geht es in erster Linie um Fristen, die es einzuhalten gilt.
Er ist in GKV-versichert und wollte eigentlich Zusatzversicherungen (Krankenhaus inkl. Chefarzt und 1-Zimmer, Zahnzusatz inkl. Zahnersatz).
Eigentlich? Also beabsichtigt und doch nicht erhalten? Wenn so, warum nicht?
Vor einem hat er diese Versicherungen und kleine Anwartschaften auf die PKV und die private Pflege und eine Auslandsversicherung bei eben jener PKV abgeschlossen.
Vor einem Monat? Vor einem Jahr? Wie geschrieben – Rechte gesichert.
Verglichen hat er nichts. Geprüft hat er die Tarife auch nicht. Soweit. So gut. Oder auch nicht gut.
Noch ist Polen nicht verloren.
Ich will ihm nun helfen, dies zu entzerren. Vorteil: Er ist gesund und munter
Weißt du das? Oder vermutest du das nur?
Ich würde nun gerne seine Zusatzversicherungen bei den bestmöglichen Versicherungen abschließen.
Du? Was ist deine Rolle? Vermittler? Tippgeber? Einflüsterer? Gut meinender Angehöriger? Verantwortest du ihm gegenüber eventuelle Folgen eines Wechsels aus einem offenbar gesicherten, wenn vielleicht auch suboptimalen Vertragsverhältnis in ein angestrebt besseres, aber eben nicht gesichertes Vertragsverhältnis?
Dazu habe ich folgende Fragen:

1. Ist es sinnvoll, dies nun schon zu beantragen oder erst zum Ende der Mindestlaufzeit seiner aktuellen Versicherung (ggf. würde er ja doppelt zahlen)
Erwartest du tatsächlich ein „ja“ oder „nein“ als Antwort? Diese lautet allenfalls „kommt darauf an, und nicht nur darauf, sondern auch darauf …“. Und erwarte jetzt nicht, dass dir einer diese „darauf"-Kette hier herunterbetet wie einen Rosenkranz.
2. Ist es sinnvoll, die Krankenzusatz und die Zahnzusatz bei verschiedenen Gesellschaften zu beziehen oder erhält man einen relevanten Bonus, wenn man beide bei der selben PKV kauft?
Dazu braucht es keinen Rosenkranz. Nein - jedenfalls nicht im Sinne enes Beitragsbündelrabattes. Aber man kann sich auf der Suche des Optimums auch schonmal verzetteln.
3. Sollte er die bisherige Zusatzversicherung erst nach Zusage kündigen?
Nein? Nein - also ja, wenn überhaupt. Und was heißt Zusage? Schon mal was von Anamnese gehört?
4. Welche Rolle spielen dabei Wartezeiten?
Nach ihrem Ablauf keine. Vorher aber möglicherweise die Hauptrolle, wenn es um die Erstattung geht. Mal angenommen, sein Appendix meldet sich vier Wochen vor Ablauf unwiderstehlich zu Wort … oder seine nördlicher eingebettete Kollegin, die unverhofft angereicherte Gallenblase. Ach so, ich vergaß: Der Naivling ist ja gesund und munter …
Ob mein Bruder jemals in die Private Vollversicherung wechseln wird, ist angesichts der Beitragsfrage und der politischen Frage, wie es damit weiter geht, eher offen.
PalimPalim. Verschiedene Ansichten: 1) Die PKV ist mausetot 2) Totgesagte leben länger, z. B. länger als die Klageweiber mit oder ohne Fliege 3) Eine Literaturempfehlung: Bernhard Borge: Tote Männer gehen an Land.
Dennoch könnte es sinnvoll sein, auch die Anwartschaft zu einer anderen Versicherung umzuziehen, die bei der PKV gut abschneidet. Wie schließt man die isoliert von anderen Versicherungen ab?
Einfach indem man – also der vorgebliche Naivling – im Verlauf des unvermeidlichen gegenseitgen Abtastens unter anderem die Frage nach anderen, beantragten, bestehenden oder abgelehnten/ nicht zustande gekommenen Versicherungen korrekt beantwortet.
Vielen Dank im Voraus.
Gruß auch an den Bruder. Noch hat er keinen Mist gebaut.

GS


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