Krankenkasse berechnet falsche Dauer für Krankengeld

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sven70
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Krankenkasse berechnet falsche Dauer für Krankengeld

Beitragvon sven70 » 02.03.2018, 17:57

Hallo zusammen,
ich bin gerade etwas verwirrt, was mir meine Krankenkasse (IKK) anlastet.
Ich bin seit dem 13.01.2017 krank geschrieben und beziehe seit diesem Zeitpunkt Krankengeld. Davor war ich 7 Wochen in der Reha wegen Burn-Out.

Lt. meinem Krankenschein steht hier aktuell die Diagnose F32.1G drauf. Was ich darunter verstehe ist, dass ich wegen Depression AU bin. Was ja auch zutrifft.
Nun war ich schon am 29.01.16 bis 8.02.16 und 7.11.16 bis 18.11.16 wegen u.a. Z73.G krank geschrieben.

Die IKK zieht nun diese Z73.G heran, um die Zeit für das Krankengeld zu kürzen. Was ja eigentlich unter der Diagnose F32.1G einzuordnen ist.
Das ist doch komplett falsch....oder?!?

Habt Ihr mir hier vielleicht einen Tipp, was hier nun richtig und was falsch ist?

Bin echt kurz davor, einen Anwalt einzuschalten :roll:
Habe schon wegen diesem Bescheid Widerspruch erhoben und nun das og. als Antwort bekommen. Sprich, das die Z73 nachweislich ärztlich bescheinigt ist. Gibt es hier noch weitere Berichte, die von meinem Hausarzt zur Krankenkasse gehen? Und wenn ja, sind dort die Diagnoseschlüssel drauf?
Denn die Diagnose F32.1G wurde bis zum 13.01.17 noch auf keiner Krankmeldung vermerkt.

Danke schon mal für die Hilfe.

Viele Grüße

Czauderna
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Re: Krankenkasse berechnet falsche Dauer für Krankengeld

Beitragvon Czauderna » 02.03.2018, 19:01

Hallo,
das die Kasse das Krankengeld kürzt, das halte ich für abwegig, höchstens die Höchstbezugszeit -das aber nur nebenbei.
Bei den Diagnosen, die mit einem Z beginnen, denen wird immer seitens der Kasse besondere Aufmerksamkeit gewidmet - ich kenne es aus der Praxis so, dass grundsätzlich immer die behandelnden Ärzte und ggf.der MDK befragt wurden um einen ursächlichen Zusammenhang zwischen der Z-Diagnose und der dann bescheinigten F-Diagnose medizinisch bestätigen zu lassen - wir als Kasse konnten das nie, denn wir waren ja auch keine Mediziner.
In dem geschilderten Fall sollte bei der Kasse erfragt werden, mit welcher Begründung die AU-Zeiten wegen der Z-DIagnose auf die Zeiten mit der F-Diagnose angerechnet werden.
Gruss
Czauderna

sven70
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Re: Krankenkasse berechnet falsche Dauer für Krankengeld

Beitragvon sven70 » 02.03.2018, 22:15

Hallo,
vielen Dank für die Antwort.
Nein....das Krankengeld wird nicht gekürzt. "Nur" die maximale Zeit, in der ich das Krankengeld beziehen kann.
ist evtl. nicht so eindeutig rüber gekommen.

Die MDK ist ein Ansatz....und evt. mein Facharzt (Psychiater), der ja auch seine Berichte an die Krankenkasse bzw. der MDK schickt.

Aber nur so am Rande....wird nicht primär die Diagnose betrachtet, die auf der Krankmeldung steht?

Czauderna
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Re: Krankenkasse berechnet falsche Dauer für Krankengeld

Beitragvon Czauderna » 02.03.2018, 23:43

Hallo,
Nur wenn eindeutig feststeht, dass es a) keine anrechenbare Vorerkrankungen gibt und b) wenn es zwar Vorerkrankungen gibt, diese aber auch wirklich zweifelsfrei nicht anrechenbar sind, z.B. Neue AU wegen Beinbruch, alte AU wegen Herzinfarkt.
Gruß
Czauderna


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