PKV Beitragsrückerstattung (BRE) bei Wechsel in die Familienversicherung (GKV)

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broadway
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PKV Beitragsrückerstattung (BRE) bei Wechsel in die Familienversicherung (GKV)

Beitragvon broadway » 18.03.2019, 20:25

Ich habe jetzt ein Infoschreiben zur Beitragsrückerstattung meiner PKV (Krankenvollversicherung) erhalten.
In dem beiligendem Merkblatt steht folgende Info:

"Der Anspruch auf eine Beitragsrückerstattung bleibt bestehen, wenn der Tarif zwischen dem 01.01. und dem 30.06. des jeweiligen Folgejahres wegen Versicherungspflicht oder Tod der versicherten Person beendet wird bzw. ein Übertritt in einen anderen Tarif oder Krankenversicherung oder die Vereinbarung einer Anwartschafts- oder Ruhensversicherung erfolgt."


Aktuell bin ich 43 Jahre alt, seit ca. 2009 PKV versichert und selbstständig. Das Gewerbe läuft leider nicht mehr so gut. Aus diesem Grund habe ich mich dazu entschlossen das Gewerbe abzumelden und einen Antrag auf Familienversicherung bei meiner Frau zu stellen. Laut mündlicher Auskunft der GKV würde das ohne Probleme so funktionieren.

Wie sieht es in diesem Fall mit der Beitragsrückerstattung (BRE) meiner PKV aus. Wird mit der Aufnahme in die Familienversicherung meiner Ehefrau der Vertrag wegen Versicherungspflicht beendet?
Oder bedeutet "beendet durch Versicherungspflicht" ausschließlich die Aufnahme einer sozialversichrungspflichtigen Tätigkeit unter der Einkommensgrenze?

Hat jemand diesbezüglich schon Erfahungen oder Infos sammeln können?

Danke und LG
Wuxel

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Re: PKV Beitragsrückerstattung (BRE) bei Wechsel in die Familienversicherung (GKV)

Beitragvon Dipling » 19.03.2019, 16:34

Zwar ist die Kündigungsmöglichkeit bei Aufnahme in die Familienversicherung gesetzlich der Versicherungspflicht gleichgestellt. Hinsichtlich der Folgen für die Beitragsrückerstattung gibt es m.E. aber keine gesetzlichen Vorschriften, so dass die vertraglichen Vereinbarungen gelten. Der Eintritt in die Familienversicherung ist freiwillig, während Versicherungspflicht, abgesehen von eventuellen Befreiungsmöglichkeiten, zwingend zum Eintritt in die GKV führt.

Über einen kleinen Umweg lässt sich die BRE möglicherweise trotzdem sichern. Denn die Familienversicherung berechtigt meist zur Umstellung auf eine günstige (kleine) Anwartschaft - anstelle einer sofortigen Kündigung ließe man den umgestellten PKV-Vertrag für eine geringe Anwartschaftsprämie zunächst weiterlaufen.

broadway
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Re: PKV Beitragsrückerstattung (BRE) bei Wechsel in die Familienversicherung (GKV)

Beitragvon broadway » 19.03.2019, 20:19

Die Idee mit dem Unweg über der Anwartschaftversicherung um mir die BRE zu sichern hatte ich auch schon und habe deswegen bereits ein Angebot für eine Anwartschaftversicherung erstellen lassen. Leider liegt mir das Angebot noch nicht vor.

Dadurch das die Familienversicherung bei der Kündigungsmöglichkeit gesetzlich der Versicherungspflicht gleichgestellt ist, hatte ich überlegt und recherchiert ob ich die BRE auch bei direkter Kündigung wegen Familienversicherung erhalte. Dann hätte sich nämlich der Umweg über die Anwartschaftversicherung erledigt.

Vielen Dank für die Antwort. Sie Hilft mir in jedem Fall weiter.

yuser
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Re: PKV Beitragsrückerstattung (BRE) bei Wechsel in die Familienversicherung (GKV)

Beitragvon yuser » 20.03.2019, 08:57

Und warum nicht so oder so die Versicherung auf Anwartschaft stellen, so dass irgendwann einmal falls nötig ohne erneute Gesundheitsprüfung wieder zurück in die PKV gewechselt werden könnte? Oder mal über Zusatzversicherungen nachgedacht, in die je nach Gesellschaft vielleicht auch ohne Gesundheitsprüfung gewechselt werden könnte?

Neben der BRE gibt es sicherlich noch wichtigere Aspekte, die ich an dieser Stelle berücksichtigen würde. Aber jeder hat andere Prioritäten. Trotzdem wollte ich es nicht unerwähnt lassen.

broadway
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Re: PKV Beitragsrückerstattung (BRE) bei Wechsel in die Familienversicherung (GKV)

Beitragvon broadway » 21.03.2019, 13:17

Weil eine Rückkehr in die PKV für mich keine Option mehr ist.
Das liegt hauptsächlich an den massiven und regelmäßigen jährlichen Beitragserhöhungen meiner PKV. Seit dem Eintritt im Jahr 2009 hat sich mein Beitrag in nur 10Jahr bereits mehr als verdoppelt. Allein in den letzten 3 Jahren (2016 bis 2019) stieg der Beitrag meiner PKV um satte 60%. In den vergangen jahren habe ich vergeblich mit Tarifwechsel bzw. Erhöhung der Selbstbeteilung versucht gegenzusteuern. Mein Eindruck der PKV ist mittlerweile, dass es sich um einen Selbstbedienungsladen handelt in dem willkürlich und regelmäßig massiv die Beiträge erhöht werden ohne das die Kuden einen Möglichkeit haben dies zu verhindern. Ausgehend von dieser bereits erfolgten Beitragsentwicklung, muß ich leider bis zu meinem Renteneintritt in ca. 25 Jahren damit rechnen, dass mein PKV Beitrag, den ich zum Einstieg im Jahr 2009 hatte, bis dahin 10 mal so hoch sein wird. Ich war vor 2009 in der GVK freiwllig versichert, die Beiträge sind zwar auch dort gestiegen. Das war aber absolut überschaubar und im Gegensatz zur PKV sind die Beiträge in der GVK bei gleichen Einkommen nur minimal gestiegen.

Siehe dazu auch:
viewtopic.php?f=1&t=7565

yuser
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Re: PKV Beitragsrückerstattung (BRE) bei Wechsel in die Familienversicherung (GKV)

Beitragvon yuser » 21.03.2019, 14:35

Ok, das kann ich verstehen.
Zu deinen Altersrückstellungen: schau doch wirklich mal ob du nicht unter Anrechnung dieser und ohne weitere Gesundheitsprüfung in Zusatzversicherungen umstellen kannst. Stationär, ambulant (ggf. im Kostenerststtungsprinzip) und dental... das kann unter Anrechnung relativ günstig werden und es ist nicht alles futsch. Und diese kannst Du ja immer noch kündigen wenn du denkst dass Dir die GKV pur reicht oder falls es zu teuer wird.

Um welchen Versicherer geht es denn?


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